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Natürliche Ressourcen schonen und Abfälle verwerten!

Natürliche Ressourcen sind die Basis für die europäische Wirtschaft, die zurzeit damit nicht nachhaltig umgeht, sondern einen viel zu hohen Ressourcenverbrauch hat. Eine der größten Herausforderungen für die EU ist daher zunehmend die Abfallprävention und, im Zeitalterschwindender Ressourcen, auch das Recycling von Abfällen.

Die Menge des anfallenden Mülls steigt weltweit. In der EU werden pro Kopf und Jahr ca. 4 Tonnen Abfall erzeugt. Zusätzlich fallen noch etwa 500 kg Hausmüll pro Kopf und Jahr an. Neben den großen Belastungen für die Umwelt und die Gesundheit von Menschen durch den Müll, stellt dieser dabei auch den Verlust an natürlichen Ressourcen dar. Beispiele hierfür sind Metalle und Holz.

Probleme bereiten vor allem die riesigen Mengen an Elektroschrott in der EU. Nach Angaben der Kommission werden in der EU jährlich über 9 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte verkauft, Tendenz steigend. Diese Geräte werden dann in unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft schnell zu Altgeräten

Vor allem kleine Elektro- und Elektronikaltgeräte, die häufig im regulären Haushaltsmüll entsorgt werden, enthalten aufgrund fehlender Regulierung sehr oft chemische Substanzen und gefährden Mensch und Umwelt. Zu den gefährlichsten Stoffen gehören PVC, PBB, Quecksilber, Blei, Cadmium, etliche Flammschutzmittel, Arsenverbindungen, Weichmacher, in der Struktur asbestähnliche Kohlenstoff­Nanoröhrchen und viele mehr. Einige dieser Stoffe bergen ein weiteres Risiko: Werden etwa chlorierte und bromierte Flammschutzmittel oder PVC bei zu niedrigen Temperaturen verbrannt, entstehen die extrem giftigen Furane und Dioxine.

Abfallexporte sind zu verurteilen. Hier gilt ganz klar das Prinzip der Eigenverantwortung. Wer den Müll produziert, muss sich auch darum kümmern. Die EU darf sich nicht weiter auf diese Art vor dem Problem der Giftmüllentsorgung drücken. Die derzeit laufende Überarbeitung der so genannten WEEE-Richtlinie ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Biologisch abbaubare Abfälle sind, neben dem Recycling, eine effektive Methode, um die wachsenden Abfallströme zu verringern. Bioabfälle, zu Kompost verarbeitet, können auf natürliche Weise wichtige Beiträge zur Verbesserung von Böden und landwirtschaftlichen Nutzflächen leisten. Auch als Energieträger können Bioabfälle als wichtiger Bestandteil einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Energiegewinnung betrachtet werden.

Schließlich kann eine umsichtige und nachhaltige Behandlung von Bioabfällen zu einer Bekämpfung des globalen Klimawandels beitragen. Abfälle sind im europäischen Vergleich die viertgrößte Quelle von Treibhausgasen.

Ziel müssen EU-weite Regelungen sein, die den Mitgliedsstaaten strenge Vorgaben in der Abfallwirtschaft machen, etwa bei der Vermeidung von Deponielagerungen.


 


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