Umwelt erhalten > Atomausstieg
Kurz vor dem 25. Jahrestag von Tschernobyl hat uns die Katastrophe in den japanischen Atomkraftwerken in Fukushima auf dramatische Weise abermals die unbeherrschbaren Gefahren der Atomkraft vor Augen geführt.
Die schrecklichen Ereignisse in Japan haben nochmals deutlich gemacht: Der Betrieb von Atomkraftwerken ist unverantwortbar, in Japan, in Deutschland, in Europa, weltweit. Nur ein zurückgebautes Atomkraftwerk ist ein sicheres Atomkraftwerk!
Der vermeintliche deutsche Atomausstieg ist, obwohl sich seine Nachhaltigkeit erst noch beweisen muss, ein Erfolg der deutschen Anti-AKW-Bewegung. Weiterhin ist eine starke Anti-AKW-Bewegung notwendig, um gegen die Macht der Atomkonzerne Widerstand zu leisten. Der EURATOM-Vertrag sichert diese Macht mit den Privilegien der Atomindustrie finanziell und strukturell für alle EU-Staaten ab. So können Europas Atomkonzerne auch in Zukunft auf satte Atomprofite setzen, selbst wenn sie damit Leben und Gesundheit von Millionen Menschen riskieren.
In Deutschland fordert DIE LINKE, den endgültigen Atomausstieg im Grundgesetz durch ein Verbot der Nutzung von Atomenergie und Atomwaffen zu verankern. Auf europäischer Ebene setzen wir uns für die Auflösung des Vertrags zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) ein, um die damit einhergehende Förderung der Atomenergie zu beenden. Stattdessen wollen wir, dass ein europäischer Vertrag zur Einrichtung einer Europäischen Gemeinschaft zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung geschlossen wird.
Studie von Ursula Schönberger anlässlich des Hearings:
"50 Jahre EURATOM sind genug!"
Im Auftrag von Tobias Pflüger MdEP
(März 2007)
Zur Studie (PDF)