Umwelt erhalten > Energiewende
Die Energiewende hin zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bei deutlich sparsamerem und effizienterem Umgang mit Energie ist im Kampf gegen den Klimawandel alternativlos. Die Nutzung von Öl, Gas und Kohle geht mit einem enormen Ausstoß an Klimagasen einher. Fossile Brennstoffe sind zudem knapp und ungleich über den Globus verteilt. Die Konflikte um den Zugang zu diesen Energiequellen werden sich in Zukunft zuspitzen, wenn nicht radikal in Richtung erneuerbare Energien umgesteuert wird. Die Katastrophe in den Atomkraftwerken im japanischen Fukushima hat deutlich vor Augen geführt, dass ein Festhalten an der Atomenergie unverantwortbar ist.
Eine ganz andere Energiepolitik muss sich konsequent am Ziel einer erneuerbaren, aber auch einer dezentralen und demokratisierten Energieversorgung orientieren. Es wird keine wirklich sozial-ökologische Energiewende geben, solange es nicht gelingt, die großen Energiekonzerne zu entmachten. Ein Umsteuern wird zudem nur gelingen, wenn Energie- und
Klimapolitik sozial gerecht ausgestaltet sind. Ohne soziale Akzeptanz keine Energiewende. Dem in den letzten Jahren um sich greifenden Phänomen der „Energiearmut“ muss auch deshalb schnellstmöglich entgegengewirkt werden.
DIE LINKE. im Europaparlament setzt sich für die konsequente Förderung erneuerbarer Energien und für eine
Energieeffizienz-Offensive ein. Das Motto „weniger ist mehr“ gilt sowohl für den Energieverbrauch als auch für den
Verkehr. Damit Energie bezahlbar bleibt, müssen Sozialtarife eingeführt und Strom- und Gassperren verboten werden. Die Energiepolitik muss zudem grundlegend demokratisiert werden. DIE LINKE fordert, die Überführung der Energienetze in die öffentliche Hand, die Entmachtung der Energiekonzerne, die
Rekommunalisierung der Energieversorgung. Damit wird die Basis für eine sozial-ökologische Energieversorgung gelegt.